Korrespondenz zwischen Volker Buch, Eckard Hindal und Wilhelm Bruns (18.01.10)

Korrespondenz zwischen Volker Buch, Eckard Hindal und Wilhelm Bruns (18.01.10)

 

Korrespondenz von Volker Buch (CDU-Ratsherr), Eckhard Hindal und Wilhelm Bruns (18.01.10)

 

 

Hier die von uns beanstandete Korrespondenz

und hier das von Volker Buch beanstandete Schreiben der BI als PDF

 

Herr Volker Buch hat als Vorsitzender des Turnverein Schledehausen von 1924 e. V. ein Anschreiben an seine Mitglieder verschickt. Da in diesem Anschreiben einige Anschuldigungen an unsere Adresse gerichtet sind, und weil das Schreiben insgesamt ein wenig kommentierungsbedürftig ist, möchten wir uns kurz dazu äußern:

 

1. Herr Buch findet es nicht gut, dass wir (die Bürgerinitiative) Bissendorfer Vereine „instrumentalisieren“.

Machen wir auch nicht. im Gegensatz zu den beiden ansiedlungswilligen Firmen Koch und Solarlux. Die Fa. Koch hatte öffentlich auf der Bürgerinformationsveranstaltung im Frühjahr 2009 ihre Großzügigkeit für Bissendorfer Sportvereine angekündigt, und in dem Protokoll der Klausurtagung von Jens Stachowitz lesen wir auf S. 28: „dass sich beide Unternehmen am Standort sozial- bzw. gesellschaftlich engagieren“ wollen.

 

2. Herr Buch warnt vor „Halbwahrheiten“ „und nicht zutreffende Behauptungen“ auf unserer Homepage.

Bislang mussten wir keine Behauptung revidieren. Im Gegensatz zu der Fa. Koch, die die Bissendorfer über die zu erwartenden Belästigungen lange im Unklaren gelassen hat und dann auch nur die Zahlen zugab, die wir ihnen nachweisen konnten.

Also, Herr Buch, entweder Sie finden „Unwahrheiten“ auf unserer Seite, oder Sie ziehen Ihren Kommentar zurück.

 

3. Herr Buch äußert sich konspirativ über „Besitzverhältnisse[n], die hinter dem Ansporn stehen, den der ein oder andere führende Kopf der BI an den Tag legt“.

 

So ganz verstehen wir diesen Vorwurf nicht. Er zielt wohl darauf ab, dass diejenigen Bissendorfer, die im Plangebiet nicht über Bodenbesitz verfügen, sich bei uns engagieren würden (was uns sehr recht wäre), und dass das irgendwie anrüchig wäre. Doch diese Argumentation ist gar keine, sie ist eine moralische Kategorie. Und da begibt sich Herr Buch auf ganz dünnes Eis. Denn sind die Interessen von einzelnen Personen, die ihre Grundstücke auf Kosten der Allgemeinheit möglichst teuer verkaufen wollen, moralisch höher zu bewerten als der Einsatz für die Allgemeinheit? Wohl eher im Gegenteil.

 

Herr Buch fügt eine Liste bei, nach der einschließlich der umstrittenen Neuplanung in Bissendorf lediglich 1,2% der Gesamtfläche für Gewerbe genutzt werden würde. Das klingt nicht viel, ist aber deutlich mehr als der Durchschnitt im Landkreis Osnabrück (Landkreis Osnabrück: ca. 0,97% Industrie- und Gewerbefläche, Zahlen vom Statistischen Bundesamt unter www.regionalstatistik.de. Selbst eine hochindustrialisierte Stadt wie Duisburg schafft gerade mal 10% (einschließlich der Flächen für Halden), und sie ist eine Stadt-, keine Landgemeinde.


Anzeige Bissendorfer Vereine vom März 2013
Anzeige Bissendorfer Vereine vom März 2013

Ergänzung 2017:

Nur so zur Information zur Beurteilung des Vorgangs "Instrumentalisierung von Vereinen" und weil es gerade so gut passt, fügen wir hier eine Anzeige Bissendorfer Vereine vom März 2013 ein.