Leserbrief von Lisa Perkmeyer zum Artikel: 33 Hektar Gewerbegebiet vom 7.01.09 in der NOZ

Leserbrief von Lisa Perkmeyer zum Artikel: „33 Hektar Gewerbegebiet“ vom 7.01.09 in der NOZ (veröffentlicht als Leserbrief NOZ 15.01.2009)

 

 

 

Fortschritt oder Fehlschritt

 

 

 

Bissendorf steht vor einer Wende. Das geplante Industriegebiet wird weitreichende und nachhaltige Folgen für unser ganzes Dorf haben. Die Wohn- und Lebensqualität wird angesichts der Lärm- und Immissionsbelästigung stark absinken.

 

Wollen wir dies wirklich? Und was gewinnen wir tatsächlichen durch das Industriegebiet an Vorteilen?

 

Die im Artikel genannten mehr als 500 Arbeitsplätze werden nur verlagert, nicht neu geschaffen. Durch die Verlegung und eine Neustrukturierung wäre es ebenso möglich, Arbeitsplätze einzusparen. Und ob tatsächlich die notwendigen Ausgaben von den zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen gedeckt werden, ist fraglich. Es fehlen bisher jegliche Informationen dazu. Was ist, wenn der Firmensitz nicht verlegt wird? Haben die Bissendorfer dann nicht das Nachsehen?

 

Diese und viele andere Fragen bleiben offen. Bevor dem so genannten Fortschritt alles untergeordnet wird, sollten wir sorgfältig und auch für die Zukunft verantwortungsbewusst nachdenken und handeln, damit dies kein Fehlschritt wird. Wir sind es, die mit diesem Industriegebiet letztendlich leben müssen.

 

 


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