CDU, FDP und WfB für Koch-Pläne (NOZ, 22.01.09)

CDU, FDP und WfB für Koch-Pläne (NOZ, 22.01.09)

 

 

CDU FDP und WfB für Koch-Pläne

 

gc Bissendorf.

 

Für die Aufstellung des Bebauungsplans für ein Gewerbegebiet in Natbergen haben sich die Ratsfraktionen CDU, FDP und WfB ausgesprochen. Sprecher Bernhard Henkelmann bezeichnet dies als ein „grundsätzliches Ja“ der Mehrheitsgruppe zur Ansiedlung der Spedition Koch in dem Bissendorfer Ortsteil. Daran sind aber Einschränkungen geknüpft.

 

Die Spedition Koch setzt auf einen Wechsel von Osnabrück nach Natbergen. Das hatte Firmenchef Heiner Koch Anfang Januar bestätigt. Das Unternehmen will sich dort mit seiner Firmenzentrale, Lager und mehr als 500 Mitarbeitern niederlassen. 88 Millionen Euro Umsatz hatte die Spedition 2007 erwirtschaftet. Mit Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro kalkuliert Koch.

 

Diese Absichtserklärung schafft allerdings noch keine Fakten. Bisher liegt lediglich eine städtebauliche Voruntersuchung vor, die sagt, dass der Standort gut geeignet ist. Nächster Planungsschritt wäre die Aufstellung eines Bebauungsplans. Ein Verfahren, das der Bissendorfer Rat auf den Weg bringen müsste. Erstmals beschäftigt sich der Planungs- und Entwicklungsausschuss am Dienstag, 17. Februar, mit dem Thema.

 

Das Plangebiet ist etwa 40 Hektar groß und erstreckt sich östlich der Lüstringer Straße am Hang des Eistruper Berges. Die Hälfte der Flächen sind für die Spedition vorgesehen. Für weitere Betriebe stünden etwa 13 Hektar zur Verfügung.

 

Als die Pläne im Januar öffentlich wurden, bezeichnete die Sprecherin der Gruppe Grüne/UWG Marie-Dominique Guyard das Vorhaben als „monströs und ungeheuerlich“. Die anderen Fraktionen äußerten sich weder dafür noch dagegen. Nun hat die Mehrheitsgruppe ihr „grundsätzliches Ja“ gegeben. „Es sei denn, die Grundstücksverhandlungen kommen zum Erliegen“, sagt Henkelmann. Der Spedition Koch spricht er allerdings keine Garantie aus. „Wenn während des Verfahrens gravierende Aspekte auftauchen, die wir bisher nicht kannten, werden wir es auch stoppen können.“

 

Klärungsbedarf hat noch die SPD-Fraktion. „Wir haben den Unternehmer Koch um ein Gespräch gebeten“, sagt Fraktionschef Helmut Ellermann.

 

Vor der Sitzung am 17. Februar will Bürgermeister Guido Halfter noch eine öffentliche Bürgerversammlung in der Aula des Schulzentrums einberufen, bei der Unternehmen und Planungsbüro Stellung beziehen. Ein Datum steht noch nicht fest. Auch hier gibt es einen Vorbehalt: „Die Verfügbarkeit der Grundstücke muss gewährleistet sein“, sagt Halfter.

 

 


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