Gegendarstellung zum Artikel: „Pläne für ein modernes Gewerbegebiet“ NOZ vom 14.8.09

Gegendarstellung zum Artikel: „Pläne für ein modernes Gewerbegebiet“ NOZ vom 14.8.09

Pressemitteilung/ Gegendarstellung zum Artikel: „Pläne für ein modernes Gewerbegebiet“ NOZ vom 14.8.09

 

Die Presse berichtet, dass die Firmen Koch und Solarlux gemeinsam einen „visionären“ Gewerbepark mit „Top-Architekten“ in Natbergen planten, und dass sich die Firma Solarlux empört gegen Gerüchte wende, sie werde vor den Karren der Spedition Koch gespannt, die ihrerseits wiederum möglichst viele Sonnenkollektoren auf ihre neuen Hallendächer stellen möchte.

Dies ist die Sichtweise der beiden Firmen und ihr gutes Recht, damit an die Öffentlichkeit zu treten. Es kommt aber trotzdem der Verdacht auf, dass die sachliche Auseinandersetzung nicht vorrangiges Ziel dieser Veröffentlichung ist. Es ging bei der bisherigen Diskussion nie um die Firma Solarlux, deren Expansionswünsche von der Bissendorfer Bevölkerung weitgehend akzeptiert werden, und für die in der Tat genügend Erweiterungsflächen zur Verfügung stehen, sondern um die Neuansiedlung der Spedition Koch.

Und die plant keinen „Gewerbepark“, sondern ein „Industriegebiet“ in Natbergen.

Die beantragte Nutzung ist eine „industrielle“, was große Belastungen für die Bürger bedeuten würde. An diesen Belastungen würde auch eine „Top-Architektur“ nichts ändern können, letztlich ist die Architektur auch überhaupt nicht das Problem.

Die Probleme liegen in den Verkehrsströmen, den Licht- und Lärmbelastungen, den Anforderungen an die Infrastruktur, den Auswirkungen auf Natur und Landschaft und die völlige Veränderung der Wohnumgebung der Bissendorfer Bürger durch die Ansiedlung einer Großspedition mit all ihren langfristigen Folgen. Die werden in dem Papier nicht angesprochen.

Wenn nun die kritisierte Spedition Koch ihr Ansinnen mit moderner Architektur und mit „umweltschonender Einpassung in die Landschaft“ schmackhaft machen will, dann schmeckt uns das doch sehr nach „greenwashing“, also nach einer Bemäntelung eines umweltschädlichen Vorgangs mit einem grünen Mäntelchen. Denn am Kern der Sache ändert sich gar nichts.

Aber warum beteiligt sich die Firma Solarlux an dem Streit zwischen Koch und Bissendorfer Bürgern und setzt ihr positives Image in Bissendorf aufs Spiel, obwohl es geeignete Erweiterungsflächen für sie gibt und sie aus diesem Streit eigentlich gar keinen Nutzen ziehen kann? Und warum ausgerechnet jetzt, wo sie doch 20% Umsatzeinbuße verzeichnen muss.[1]

Auch wenn sie das Gegenteil versichert, einen Sinn macht das nur, um für die Fa. Koch den Weg zu ebnen, denn der Weg für Solarlux ist sowieso schon eben. Den verbaut sie sich höchstens selber, wenn sie die Bissendorfer mit Falschaussagen vergällt, und behauptet, es habe Angriffe auf ihre Mitarbeiter gegeben. Von Mitgliedern der Bürgerinitiative hat es solche Angriffe zu keinem Zeitpunkt gegeben. Auch wurde von uns niemand zu Unterschriften gezwungen.

 

Ihre Bürgerinitiative Schönes Natbergen

Sprecher Günter Korte

 

 


[1] www.neue-oz.de/_archiv/noz_print/witschaft/2009/08/23100803.htm

 


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