Malte Bergerau: Seminararbeit an der Uni Mainz

Malte Bergerau:

 

Schönes Natbergen

 

Der Entscheidungsprozess um die Ausschreibung eines Gewerbegebiets

 

Hausarbeit im Sommersemester 2009

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Geographisches Institut

 

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6. Fazit

Das Raumplanungsvorhaben in Bissendorf zeigt sehr gut, welches Polarisierungspotenzial solche Entscheidungsprozesse bergen. Das heißt, dass in diesen Verfahren kein Mittelweg möglich ist und in sofern eine Kompromisslösung ausgeschlossen werden kann. Die Strategien der AkteurInnen finden fast ausschließlich auf einer politischen Ebene statt. Juristische Vorgehensweisen werden aufgrund von mangelnden naturschutzfachlichen Aspekten nicht gesucht. Die politischen AkteurInnen, insbesondere der Bürgermeister, sollten sich fragen, ob bei solchen Entscheidungsprozesse ergebnisorientierte oder partizipative Aspekte im Vordergrund stehen sollten.

Mit Blick auf die Studie des Difu könnte man argumentieren, dass, wenn man die Gemeindeebene verlässt, das Projekt auf Kreisebene lediglich eine interne Umsiedlung darstellt. Das würde gegen eine kommunalfiskalische Rentabilität sprechen. Beunruhigend ist zusätzlich das aufkommende Interesse der KreispolitikerInnen. Die Gemeinde Bissendorf sollte gründlich überprüfen, welcher Gemeinde letztendlich potentielle soziale, wirtschaftliche und finanzielle Vorteile zugute kommen würden und wer die Kosten und Risiken tragen wird. In den Bauleitplänen lässt sich jedenfalls nicht festlegen, dass das Unternehmen Koch-International bevorzugt Bissendorfer anstellen und ausbilden soll.

 

 

 

Dies ist lediglich ein Ausschnitt der Arbeit. Den gesamten Text finden Sie hier: