Nachdem die Spedition Koch ihren Ansiedlungswunsch in Bissendorf-Natbergen aufgegeben hat, hat die Diskussion über diese Flächen ein (un-)lustiges Eigenleben entwickelt. Diese Entwicklung mündete in die heftig umstrittene 29. Änderung des Bissendorfer Flächennutzungsplanes.
Auf der einen Seite sind wir natürlich enttäuscht, dass wir
unser Ziel, die Bebauung des Natberger Feldes zu verhindern, noch nicht
erreicht haben. Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes droht die Gefahr,
dass eine große Fläche aus dem zusammenhängenden Freiraumkorridor gerissen wird
und für Landwirtschaft sowie Naherholung verloren geht. Bissendorf als
beliebter Wohnort würde durch den Verlust von Lebensqualität nachhaltig Schaden
nehmen.
Der Otto-Versand sucht 30 Hektar Gewerbefläche für ein
Logistikzentrum
Nachdem in der Stadt Osnabrück eine Anfrage des Otto-Versands
auf erhebliche Kritik gestoßen ist, sucht dieser im Landkreis Osnabrück weiter.
Er benötigt ca. 30 Hektar verkehrsgünstige Gewerbefläche mit Gleisanschluss und verspricht
im Gegenzug ca. 500 Arbeitsplätze. Wovon er nicht spricht, sind die LKW-Fahrten
und Belastungen für die Anwohner.
Der Streit um das Gewerbegebiet Natbergen, der jetzt seit zweieinhalb Jahren andauert, wird weiter erbittert geführt. Sämtliche Register der Politik werden gezogen und trotz anhaltend starker Proteste will die Mehrheit des Bissendorfer Gemeinderats das Vorhaben durchziehen und wischt dabei sämtliche Bürgereinwände hinweg. Verbissen halten diese Parteien an ihren vorgefassten Meinungen fest und versuchen, die aufgebrachten Bürger mit Wahlversprechen zu beruhigen.